Pressemitteilung München, den 10. September 2001

22. Symposium der AGNP (Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie) in Nürnberg vom 26. bis 29. September 2001

Das 22. Treffen der wichtigsten deutschen medizinischen Fachgesellschaft, die sich mit klinischen Wirkungen von Psychopharmaka und deren wissenschaftlichen Grundlagen befaßt, findet auch dieses Jahr in Nürnberg statt.

Etwa 300 Wissenschaftler vornehmlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden drei Tage lang die neuesten Entwicklungen und Entdeckung zur Wirkung und Wirkungsweise von Psychopharmaka diskutieren. Über 200 aktive Teilnehmer werden ihre Ergebnisse präsentieren, wobei das Spektrum der Beiträge von Neuigkeiten in der Behandlung depressiver Erkrankungen, über die Therapie der Schizophrenie und der Sucht bis hin zu Angststörungen und dementiellen Erkrankungen reicht.
Ein besonderer Schwerpunkt wird die Frage sein, inwieweit moderne genomische und proteomische Ansätze die Psychopharmakologie bereichern können. Neben einem Symposium und Einzelbeiträgen wird ein Festvortrag von Prof. Dr. Wolfgang Maier, Ordinarius für Psychiatrie in Bonn, diesem Thema besonderes Gewicht verleihen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird die Rolle des Neurotransmitters Dopamin für die Therapie und das kausale Verständnis psychiatrischer Erkrankungen sein. Zu diesem Thema wird in einem Symposium auch der Nobelpreisträger für Medizin des Jahres 2000, Arvid Carlsson aus Göteborg (Schweden), sprechen. Arvid Carlsson erhielt den Nobelpreis für seinen bahnbrechenden Beitrag zum Verständnis der Rolle von Dopamin in der Physiologie der Motorik und der Pathophysiologie des Morbus Parkinson und der Schizophrenie.