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Einfluss von Transportproteinen an der Blut-Hirn-Schranke auf die Wirksamkeit von zentral wirkenden Medikamenten
Die Blut-Hirn-Schrankenfunktion ist ein wichtiger Faktor, der die Aufnahme sehr unter-schiedlicher Substanzen ins Gehirn beeinflusst. Sie setzt sich aus den strukturellen Gegeben-heiten der Endothelzellen (tight junction etc.), die eine passive Diffusion von lipophilen Sub-stanzen mit niedrigem Molekulargewicht bevorzugen und Transportproteinen, die die Hirn-konzentrationen ihrer Substrate beeinflussen, zusammen. Eines der am besten untersuchten aktiven Transportproteine ist das P-Glykoprotein (P-gp), das Genprodukt des ABCB1-Gens, früher auch Multidrug-Resistance-Gen (MDR1) genannt. Dieses 170 kgD große trans-membranäre Protein transportiert unter Verbrauch von ATP seine Substrate gegen einen Konzentrationsgradienten aus der Zelle. An der Blut-Hirn-Schranke (BHS) wird es auf der apikalen Seite der Endothelzellen der kleinen Hirnkapillaren exprimiert und bewirkt, dass seine Substrate zurück ins Blut transportiert werden, und somit die Hirnkonzentrationen nied-rig bleiben.
Die Funktion des P-gp selbst wird durch exogene Substanzen wie Co-Medikation, Ernäh-rungsbedingungen usw. und durch endogene Faktoren beeinflusst. Zahlreiche Stoffe sind be-kannt, die als Inhibitoren oder Enhancer auf die P-gp-Funktion wirken können. Daneben sind zahlreiche individuelle genetische Unterschiede im ABCB1-Gen bekannt.
Ausschreibung 2007
Die Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP) schreibt einen
"AGNP-Preis für Forschung in der Psychopharmakologie" Dieser Preis wird von der Lilly Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen des führenden forschenden pharmazeutischen Unternehmens Eli Lilly & Co., Indianapolis, gestiftet. Lilly Deutschland möchte Forschungsbemühungen zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten seelischer Krankheiten, die seit der Entwicklung psychotroper Substanzen entscheidend erweitert wurden, wissenschaftlich mitbegleiten. Der seit 1991 etablierte und 2007 zum 9. Mal ausgeschriebene Preis, wird alle zwei Jahre an einen Wissenschaftler oder ein Team von einem Expertengremium auf dem AGNP-Symposium verliehen. Der Preis soll herausragende Forschungsarbeiten auf allen Gebieten (Grundlagenforschung, tierexperimentelle Studien, klinische Forschung, etc.) anerkennen und die weitere wissenschaftliche Arbeit des(r) Preisträger(s) in seinem (ihrem) Institut oder auch alle Arbeiten in einem anderen Institut im In- und Ausland durch finanzielle Unterstützung ermöglichen. Die Forschungsarbeiten sollten eine Antwort auf eine neue wichtige Fragestellung zum Verständnis oder zur Behandlung psychischer Krankheiten des Menschen liefern. Es ist nicht notwendig, dass die wissenschaftliche Arbeit zum Zeitpunkt des Einreichens vollständig abgeschlossen ist. Es muss jedoch ein Ergebnis vorgelegt werden, welches erkennen lässt, dass auf diesem Gebiet weiter geforscht wird und eine Skizzierung der nächsten Forschungsschritte beinhalten. Zum Zeitpunkt des Einreichens dürfen die Arbeitsergebnisse noch nicht publiziert sein, können aber parallel dazu bereits bei einem Verlag eingereicht werden. I. AUSSCHREIBUNGSBEDINGUNGEN Artikel 1: ART UND ZIEL DES PREISES Der "AGNP-Preis für Forschung in der Psychopharmakologie" wird alle zwei Jahre für eine herausragende neue Arbeit auf dem Gebiet der Behandlung seelischer Krankheiten an einen Wissenschaftler oder ein Team verliehen. Ziel des AGNP-Preises ist es, die wissenschaftliche Arbeit des(r) Preisträger(s) weiterhin im In- und Ausland zu unterstützen. Der oder die Preisträger kann (können) seine (ihre) Arbeiten mit Hilfe eines anerkannten Forschungsinstitutes seiner (ihrer) Wahl des In- oder Auslandes vorantreiben. Der Preis ist jedoch nur im Rahmen des Forschungsvorhabens zu verwenden. Hierfür muss der Nachweis erbracht werden. Artikel 2: BEWERBUNGSVERFAHREN Die Ausschreibung des AGNP-Preises wird in der "Pharmacopsychiatry" des Thieme Verlages veröffentlicht. Prämiert werden eine oder mehrere wissenschaftliche Originalarbeiten, die noch unveröffentlicht sind oder parallel zur Bewerbung bei einem Verlag eingereicht wurde(n). Tierexperimentelle Arbeiten können ebenfalls berücksichtigt werden, sofern sie zur Klärung relevanter Fragestellungen im Rahmen seelischer Krankheiten dienen. Der Bewerber muss ausführliche Angaben über das Ziel, die Untersuchungsmethoden (auch Vorarbeiten), die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen aus den eingereichten Forschungsarbeiten machen. Des Weiteren sind eine Skizzierung der Fortsetzung des Forschungsvorhabens mit Spezifizierung des Themas, des gegenwärtigen Erkenntnisstandes und eigener Vorarbeiten auf dem beabsichtigten Forschungsgebiet sowie Aufgabenstellung, Ziel, Arbeitsprogramm und Untersuchungsmethoden aufzuzeigen und gegebenenfalls Angaben vorzulegen, welche Zuwendungen von anderer Seite zur Verfügung stehen. Artikel 3: VERGABE DES PREISES Über die Vergabe des Preises entscheidet das Preiskuratorium der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP). Für Entscheidungen des Preiskomitees ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Sollte das Forschungsvorhaben noch nicht beendet sein, verpflichtet die Annahme des Preises den/die Gewinner, seine (ihre) ganze wissenschaftliche Arbeitskraft der Beendigung des Forschungsvorhabens zu widmen und dem zuständigen Preiskomitee über den Abschluss der Arbeiten zu berichten. Nach Abschluss der Forschungsarbeit berichtet(n) der (die) mit dem von Lilly Deutschland gestifteten Preis Ausgezeichnete(n) in einer Vortragsveranstaltung im Rahmen der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der AGNP über seine (ihre) Forschungsergebnisse. Bei Publikationen muss vermerkt werden, dass die erarbeiteten Ergebnisse durch den "AGNP-Preis für Forschung in der Psychopharmakologie, gestiftet von Lilly Deutschland", unterstützt wurden. Über die Preisvergabe und die zugrunde liegenden Forschungsarbeiten und Forschungsvorhaben wird jeweils anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden Tagung der AGNP berichtet.
II. RICHTLINIEN ÜBER DIE BEWERBUNG 1. Der Bewerber soll hinreichende Erfahrung auf dem Gebiet der Pathogenese, Diagnostik und Therapie seelischer Erkrankungen haben und somit die Gewähr bieten, ein Forschungsvorhaben durchführen zu können. 2. Bewerbungen um den AGNP-Preis sollten folgende Angaben enthalten:
Die Bewerbungen müssen in siebenfacher Ausfertigung bis zum 15. Juli des Jahres, in dem ein AGNP-Symposium stattfindet, beim Geschäftsführer der AGNP eingegangen sein. 3. Die Auszahlung des Preises wird durch das Preissekretariat bei der Firma Lilly Deutschland in Bad Homburg betreut. III. PREISRICHTERGREMIUM Das Expertengremium, das über die Vergabe des "AGNP-Preises für Forschung in der Psychopharmakologie" anhand der eingegangenen Bewerbungen entscheidet, setzt sich zusammen aus:
Bewerbungen werden an den Geschäftsführer der AGNP bis zum 15. Juli 2007 erbeten:
Prof. Dr. Axel Steiger Preis "Das beste Poster"Auch in diesem Jahr wird der Preis "Das beste Poster" verliehen. Der Preis wird von der AGNP gestiftet (1. Preis 500,- €, 2. Preis 300,- €, 3. Preis 200,- €). Es werden die von den Kongressteilnehmern ausgewählten drei besten Poster prämiert. Jeder Kongressteilnehmer hat eine Stimme, zur Stimmabgabe verwenden Sie bitte den bei der Registrierung ausgehändigten Wahlzettel.
POSTERPREISTRÄGER 20071. Platz Helena Carolina Kronsbein Comparison of gene expression patterns in murine blood and brain after chronic paroxetine treatment Kronsbein HC1, Weber P1, Refojo D1, Wurst W2, Holsboer F1, Deussing JM1 1Munich,2Neuherberg 2. Platz Astrid Hader Therapeutic Drug Monitoring in Psychiatry - Genotyping amends clinical pharmacological comments Hader A1, Kirchheiner J2, Jahner T1, Haen E1 1Regensburg,2Ulm 3. Platz Yasmin Nazirizadeh Therapeutic drug monitoring and objective symptom rating for optimization of antipsychotic drug therapy Nazirizadeh Y, Hiemke C, Vogel F, Dragicevic A Mainz TOP ReisepreisDie AGNP vergibt an zehn jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Reisepreis zur Teilnahme beim 25. AGNP-Symposium. Den Gewinnern wird die Teilnahmegebühr erlassen. Sie erhalten zudem einen Reisekostenzuschuß in Höhe von bis zu 300,-- EUR. Dazu ist das Einreichen der Originalbelege erforderlich. Die Bewerbung ist bis zur Vollendung des 36. Lebensjahres möglich. Die Auswahl erfolgt durch das Programmkomitee aufgrund der Qualität der eingereichten Abstracts. Bewerber werden gebeten, zusätzlich zur Einreichung Ihres Abstracts über das Einreichungstool den Abstract und einen kurzen Lebenslauf an den Geschäftsführer der AGNP, Prof. Dr. Axel Steiger über die email-Adresse steiger@agnp.de zu schicken. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2007. Die Bewerbungfrist wurde bis zum 22.6.2007 verlängert.
REISEPREISTRÄGER 2007 |